Psychosoziale Fachfortbildung für Lehrkräfte

Der schulische Alltag hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Lehrkräfte stehen heute vor einer hohen fachlichen, emotionalen und sozialen Komplexität: steigende psychosoziale Belastungen von Kindern und Jugendlichen, zunehmende Heterogenität in den Klassen, neurodivergente Entwicklungsprofile, Flucht- und Migrationserfahrungen sowie eine wachsende Anzahl an Krisen- und Eskalationssituationen prägen den Schulalltag.

Die psychosozialen Fachfortbildungen richten sich an Lehrerkollegien, die in diesem Spannungsfeld fachliche Orientierung, Sicherheit im pädagogischen Handeln und zugleich Entlastung und Stärkung suchen.

Die Fortbildungen verbinden psychotherapeutisches Fachwissen, supervisorische Perspektiven und praxisnahe pädagogische Umsetzung. Ziel ist es, Lehrkräfte darin zu unterstützen, komplexe Dynamiken besser zu verstehen, angemessen zu reagieren und tragfähige Handlungsstrategien für den Schulalltag zu entwickeln – ohne Überforderung und ohne Dramatisierung.

 


Inhaltliche Schwerpunkte der Fachfortbildungen

  • Trauma und Traumafolgen im schulischen Kontext

  • Neurodiversität: ADHS, Autismus-Spektrum, Hochsensibilität

  • Überschneidungen und Abgrenzungen zwischen Trauma, ADHS und ASS

  • Deeskalation und Umgang mit Übererregung aus neurobiologischer Perspektive

  • Interkulturalität, Flucht und Migration in Schule und Klassenverband

  • Belastungsdynamiken im System Schule

  • Ressourcenorientierte Stärkung von Lehrkräften und Teams

Die Fortbildungen bestehen aus fachlichem Input, gemeinsamer Reflexion konkreter Schulsituationen sowie der Entwicklung praxisnaher, realistisch umsetzbarer Strategien.

Formate

  • Inhouse-Fortbildungen (Halb- oder Ganztag)

  • Pädagogische Tage

  • Modulare Fortbildungsreihen

  • Kombination mit Supervision oder Teamentwicklung

Die Inhalte werden passgenau auf die jeweilige Schule und deren aktuelle Herausforderungen abgestimmt.

Zu den einzelnen Fortbildungsmodulen

  • Traumapädagogik, Neurodiversität & Deeskalation

  • Interkulturalität, Flucht & Migration

  • Ressourcenorientierte Stärkung von Lehrkräften

Ich wünsche Ihnen ein interessiertes und anregendes Hineinschauen und lade Sie herzlich ein, sich einen Überblick über die einzelnen Angebote zu verschaffen.

Sie finden die ausführlichen Ausschreibungen über den Link zu meiner Homepage, im Folgenden sind die Kurzausschreibungen einzusehen

Ausschreibung unter: www.kreative-supervision-therapie.de/fortbildung-fuer-lehrkraefte


Fortbildungsangebote als Inhouse-Schulung

Format 1:       Traumapädagogik, Neurodiversität und Deeskalation
Format 2:       Interkulturalität, Zuwanderung und Fluchterfahrung

 

Supervision und Teamentwicklung für Lehrerkollegien

Format 1:      Einzelfallbesprechungen und Fachberatung
Format 2:       Teamentwicklung


Format 1

Traumapädagogik, Neurodiversität und Deeskalation im schulischen Alltag

Der schulische Alltag ist zunehmend geprägt von Schülerinnen und Schülern, deren Verhalten durch psychosoziale Belastungen, traumatische Erfahrungen oder neurodivergente Entwicklungsweisen beeinflusst ist. Diese zeigen sich häufig in Form von Übererregung, Rückzug, Konzentrationsschwierigkeiten oder eskalierenden Situationen im Klassenraum.

Die Fortbildung vermittelt eine fachlich fundierte Orientierung zu den Themen Trauma, ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sowie zu deren Überschneidungen und Abgrenzungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verstehen von Eskalations- und Deeskalationsprozessen aus neurobiologischer Perspektive. Lehrkräfte erhalten Einblick in Stress-, Alarm- und Schutzreaktionen des Nervensystems und deren Bedeutung für Verhalten im schulischen Kontext.

Ziel der Fortbildung ist es, Handlungssicherheit im traumasensiblen Umgang mit herausforderndem Verhalten aufzubauen, Eskalationen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Die Fortbildung verbindet einen verständlichen theoretischen Input mit praxisnaher Reflexion. Konkrete Fälle aus dem Schulalltag können eingebracht und gemeinsam bearbeitet werden.

Die Teilnehmenden gewinnen fachliche Klarheit, erweiterte Deeskalationskompetenzen und praxisnahe Strategien, die zu Entlastung, Sicherheit und einem stabileren Lern- und Beziehungsraum im Schulalltag beitragen.


Format 2

Interkulturalität, Zuwanderung, Fluchterfahrung und Trauma im schulischen Alltag

Diese Fortbildung ist fachlich wie persönlich geprägt. Ich bin selbst interkulturell aufgewachsen, ein Auswanderungskind, und mehrsprachig groß geworden. In meiner therapeutischen Praxis arbeite ich seit vielen Jahren intensiv mit Flüchtlingskindern, Jugendlichen und Familien sowie mit pädagogischen Fachkräften, die in diesem Feld tätig sind. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage der Fortbildung.

Viele Schulen begleiten heute Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Migrationserfahrungen. Neben sprachlichen und kulturellen Unterschieden bringen viele dieser Kinder eine hohe psychosoziale und traumatische Belastung mit. Flucht, Krieg, Verlust und existenzielle Unsicherheit wirken oft nicht nur direkt, sondern auch transgenerational weiter. Auch Kinder, die im Aufnahmeland geboren wurden, können durch die Erfahrungen ihrer Eltern eine erhöhte Stresssensibilität und Regulationsschwierigkeiten zeigen.

Die Fortbildung vermittelt eine traumasensible und interkulturell fundierte Orientierung für den schulischen Alltag. Sie unterstützt Lehrkräfte dabei, Verhalten besser einzuordnen, das Erleben von Entheimatung zu verstehen und pädagogische Beziehungsräume zu gestalten, die Sicherheit, Halt und schrittweises Ankommen ermöglichen. Zentrale Themen sind der Umgang mit Sprachbarrieren, interkulturelle Elternarbeit sowie realistische Handlungsmöglichkeiten im schulischen Alltag.

Ziel ist es, Lehrkräfte fachlich zu stärken, zu entlasten und ihnen tragfähige, praxisnahe Handlungsspielräume für die Arbeit mit interkulturell und psychosozial hoch belasteten Klassen zu eröffnen.
Ein vertiefendes Modul zu Flucht und komplexer Traumatisierung kann je nach Bedarf integriert oder als eigenständiger Schwerpunkt angeboten werden.


Supervision und Teamentwicklung für Schulen 

 In meiner Arbeit als Supervisorin ist mir die kollegiale Verbindung besonders wichtig. Ich begegne Lehrkräften und pädagogischen Teams mit großer Wertschätzung für ihre Fachkompetenz und ihre tägliche Arbeit. Supervision verstehe ich als einen gemeinsamen Denk- und Reflexionsraum, in dem vorhandenes Wissen, Erfahrung und Intuition des Kollegiums sichtbar werden und zu tragfähigen nächsten Schritten führen.

Supervision und Teamentwicklung können regelmäßig, stundenweise, tageweise oder im Rahmen von Kriseninterventionen stattfinden. Die Begleitung kann kontinuierlich angelegt sein oder punktuell erfolgen – angepasst an die jeweilige Situation und den Bedarf der Schule.

Ein zentraler Bestandteil ist die Fallsupervision, in der konkrete Kinder oder Jugendliche eingebracht werden, die im Schulalltag als besonders herausfordernd erlebt werden. In einer dialogischen, strukturierten Supervision werden Phänomene eingeordnet, Zusammenhänge reflektiert und nächste sinnvolle Schritte im pädagogischen Handeln entwickelt.

Die Teamentwicklung richtet den Fokus auf die Stärkung von Teamressourcen, die Verbesserung von Zusammenarbeit und Kommunikation sowie die Klärung von Abläufen und Rollen. Dort, wo es im Alltag hakt oder knirscht, entsteht Raum für gemeinsame Orientierung und konstruktive Weiterentwicklung.

In Kriseninterventionen begleite ich Teams professionell durch akute oder festgefahrene Konfliktsituationen. Seit 2003 bin ich als Psychotherapeutin tätig und bringe eine tiefenpsychologische und traumapsychologische Kompetenz mit, die im Hintergrund in meine Arbeit einfließt. Ich arbeite dabei nicht therapeutisch, nutze diese Expertise jedoch, um Krisen differenziert zu verstehen und Teams ruhig, klar und lösungsorientiert zu moderieren.

Ziel von Supervision und Teamentwicklung ist es, Teams zu entlasten, handlungsfähig zu halten und eine tragfähige, respektvolle Zusammenarbeit zu fördern – auch unter anspruchsvollen schulischen Bedingungen.